Die Konkurrenz schläft nicht

Frau vor dem Spiegel

Ein Satz, den ich ganz gern zum Besten gebe, wenn man mich wegen meiner Optik anspricht. „Du siehst aber gut aus!“ „Immer flott!“ Zugegeben: solche Komplimente freuen mich – besonders von anderen Frauen. Irgendwie war das seit ich denken kann „Thema“ in meinem Kopf: Wie sehe ich aus? Wie wirke ich?
Schon sehr früh musste ich leider wahrnehmen, dass Männer über die Augen „getrickert“ werden, denn mein Vater hatte diese gefühlt dauernd in der falschen Richtung. Und das, obwohl meine Mutter deutlich jünger als er und außerordentlich attraktiv war. Bei mir manifestierte sich die Dringlichkeit, Männer mit meiner Optik beeindrucken zu müssen und nachdem ich mit dieser nicht unbedingt „im Frieden“ lebte, manifestierte sich gleich parallel ein anderes, sehr ungutes Gefühl: „Du genügst nicht!“
„Der Hintern zu dick, die Beine zu kurz, der Busen zu klein, die Zähne zu gelb – wer will dich schon haben?“ Es ist krass, was so manch dumm daher gesagter Spruch mit einem machen kann, bzw. wohin treiben. Und es ist nicht weniger krass, wie diese falschen Prägungen Ehen auch noch nach Jahren beeinflussen, ohne dass sich die „Protagonisten“ dessen bewusst sind. Den „eingebrannten“ Minderwert soll der Ehepartner auffangen und weiß garnicht, wie ihm geschieht. Woher kommt die Eifersucht? Die Unterstellungen? Irgendwie versteht „Mann“ die Welt nicht und Frau stellt einmal mehr fest, was sie ja schon immer wusste: „Männer sind halt so und wenn du deinen halten willst, musst du dich anstrengen.“

Tatsächlich bin ich auch dafür. Für´s Anstrengen, meine ich. Allerdings aus einer anderen Motivation. Nicht mehr aus dem Empfinden: „Ich genüge nicht“, sondern aus dem Wunsch, meinem Mann auch über meine Optik Liebe und Wertschätzung ausdrücken zu wollen. „Du sollst dich gern mit mir sehen lassen können.“ Du sollst dich an meinem Anblick freuen können“, sind die Gründe, die im Übrigen nicht nur Frauen inspirieren sollten, ihr Äußeres zu pflegen. Unabhängig davon, dass ich mich persönlich auch lieber mag, wenn ich mich gepflegt fühle – meint: ich tue es auch für mich. Und nicht zuletzt auch für den HERRN, denn ich möchte auch im hohen Alter noch ein ansehnliches „Exemplar“ Seiner Liebe und Treue sein, das anderen ein gutes Vorbild ist und Gott auch durch die Optik ehrt. So ersetze ich obigen Spruch auch gerne mal fromm:

„Die Freude am HERN ist meine Schönheit.“
Nehemia 8,10

„Ich grüne und blühe bis ins hohe Alter.“
Psalm 92

Also denk dran, dass du mit der Eheschließung deine Verantwortung für deine Optik und Gesundheit nicht mit dem Brautkleid oder Hochzeitsanzug ausgezogen hast, sondern auch in diesem Bereich lebenslange Verantwortung trägst, denn du bist, sofern du mit Gott gehst, Träger Seiner Gegenwart. Und das sollte man auch sehen, denke ich.

Mehr zum Thema Prägungen findest du auch in unserem Ehekurs – und hier besonders in den Modulen „Mitbringsel“, der demnächst online geschaltet wird.

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