Orientierung in einer sich wandelnden Welt
Viele Dinge im Leben haben mehr als nur eine Seite. Es gibt unterschiedliche Blickwinkel und Betrachtungsweisen, und genau das macht Entscheidungen im Leben manchmal so schwierig.
Was ist wahr? Was ist richtig?
Im Alltag stehen wir immer wieder vor Fragen:
- Was ist gut oder schlecht?
- Was ist richtig oder falsch?
- Was ist Wahrheit – und was nicht?
Meine Generation ist noch mit ganz anderen Maßstäben und Richtlinien für „richtiges“ Verhalten aufgewachsen als viele Menschen heute. Wenn ich an meine Großeltern denke, hatten sie wiederum andere Kriterien für das, was sie als „wahr“ und „richtig“ empfanden. Werte verändern sich im Laufe der Zeit. Früher bestätigte die Ausnahme die Regel. Heute scheint es so, als würde mit großer Vehemenz daran gearbeitet, die Ausnahmen zur Regel zu machen.
Wertewandel in unserer Gesellschaft
Für viele Menschen meiner Generation war lange klar, dass Vater, Mutter und Kind eine Familie bilden. Heute wird dieses Modell zunehmend infrage gestellt oder als nur eine von vielen Möglichkeiten betrachtet. Familie als Auslaufmodell. Auch andere Überzeugungen haben sich verändert:
- Vorstellungen über Geschlecht und Identität
- gesellschaftliche Normen
- Erwartungen an Respekt und Zusammenleben
Ich selbst habe gelernt, dass Respekt gegenüber älteren Menschen, Wertschätzung und Hilfsbereitschaft wichtige Charaktereigenschaften sind. Heute höre ich oft: „Damit kommst du nicht weit. So bist du immer der Looser.“ Doch ehrlich gesagt: Das glaube ich nicht. Ich glaube nicht, dass man mit Ellbogen kämpfen, andere herabsetzen oder immer das letzte Wort haben muss, um erfolgreich zu sein.
Orientierung durch Glauben und die Bibel
Ja, viele Dinge lassen unterschiedliche Betrachtungsweisen zu. Doch ich persönlich bin dankbar, dass ich für die grundlegenden Fragen meines Lebens eine Orientierung habe – eine Sichtweise, die sich an ewiger, unveränderlicher Wahrheit orientiert.
In einer Zeit, in der Meinungen, Philosophien und gesellschaftliche Forderungen immer lauter werden, hilft mir mein Glaube, den Blick für das zu behalten, was für mich wirklich wahr ist.
Ich danke Gott für sein Wort, die Bibel, die seit Jahrtausenden Orientierung für Menschen bietet, die aufrichtig nach Wahrheit suchen. Gerade in einer Zeit, die vielen orientierungslos erscheint, kann ich darin Orientierung und inneren Frieden finden.
Gottes Wort bleibt bestehen
In der Bibel heißt es beispielsweise im Evangelium nach Lukas:
„Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.““
Lukas 21,33
Für mich bedeutet das: Gottes Zusagen bleiben bestehen.
- Wenn Gott sagt, dass er uns liebt, gilt das heute genauso wie damals.
- Wenn er sagt, dass er für uns sorgt, wenn wir zuerst nach seinem Reich suchen, dann gilt das auch heute noch.
- Wenn er sagt, dass wir ernten werden, was wir säen, dann können wir uns darauf verlassen.
Seine Worte sind unveränderlich und beständig. Und gerade deshalb gibt es auch Dinge, die keine beliebige Interpretation zulassen, ohne dass sie Konsequenzen für unser Leben haben.
Orientierung in unsicheren Zeiten
Mir persönlich helfen diese klaren Aussagen sehr. Denn auch ich weiß in manchen Situationen nicht sofort:
- Was ist richtig?
- Was ist falsch?
- Was ist wirklich wahr?
Wie froh bin ich, Gott um Rat fragen zu können und mich an seinem stabilen, unveränderlichen Wort zu orientieren.
Das gibt mir Halt, Orientierung und Frieden.
Ein Wunsch nach gegenseitiger Toleranz
Zum Schluss habe ich eine Bitte an alle, die diese Dinge anders sehen. So wie ich Ihnen Ihre Meinung und Ihre „Früchte“ lasse, wünsche ich mir im Gegenzug dieselbe Toleranz, die oft so vehement von uns „anders Denkenden“ eingefordert wird.
Und „by the way“: sollten die „Früchte“ irgendwann retour kommen, stellen Sie bitte nicht die Frage:
„Warum lässt Gott das zu?“
Raphaela galt als gelernte Bankkauffrau und als Anwendungsberaterin für Bankkaufleute einige Zeit als „Karrierefrau“. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder lernte sie als Hausfrau und Mutter die „andere Seite der Karriereleiter“ kennen und mit Gottes Hilfe zu schätzen. Verschiedene Herausforderungen und schwerwiegende Diagnosen lehrten sie, das Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten und danach zu fragen, was wirklich wichtig ist im Leben. Für sie.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Armin (und zwei weiteren Ehepaaren) gründete sie 2001 eine christliche Gemeinde in Oberbayern. Parallel dazu investierte sich das Ehepaar im Bereich Ehe und Familie, was Raphaela bewog, in späteren Jahren noch eine Ausbildung zur Mediatorin zu absolvieren.
Ihre Vorträge und Seminare sind ebenso ermutigend und Glauben stärkend wie auch ihre » Bücher, die sie zu unterschiedlichsten Themen verfasst hat. Sie alle „erzählen“ kurzweilig und dennoch tiefgründig persönlich mit Gott Erlebtes und ermutigen, Ihn beim Wort zu nehmen.




